Finisterre – der perfekte Ruhetag 

Ein wunderbarer Sonnenaufgang weckt mich früh. 


Eigentlich viel zu früh, denn heute ist mein Ruhetag. So trödle ich lange und gehe gegen neun Uhr zum Frühstück. 

Kurze Zeit später kommen Jessica und Nadja dazu. Wir tauschen uns aus über die Erfahrungen auf dem Camino, die sich in vielen Details gleichen und wir sind uns einig , es war trotz aller Blasen und Schmerzen großartig. 

Viel später verlasse ich das Hotel auf der Suche nach dem perfekten Platz, um meinen gestrigen Bericht zu schreiben und finde ihn auf einer Mauer mit Blick auf das Meer. Lange sitze ich dort , schreibe , schaue , genieße und entspanne. 


Nichts tun macht hungrig und so setze ich mich in ein Café , esse eine Kleinigkeit und schaue mir die neu angekommenen Pilger an. 

In meinen offenen Schuhen , ohne Rucksack und Wanderstöcke bin ich heute nur noch eine Spaziergängerin und genieße das von ganzem Herzen. Ich lasse mich treiben und finde mich auf dem Weg zum Leuchtturm wieder. Die Sonne scheint mit voller Kraft und auf halben Weg bereue ich fast , nicht an den Strand gegangen zu sein. Doch jeder Moment entschädigt mich mit immer wieder neuen Ausblicken auf den Atlantik 


Am Leuchtturm angekommen, ist der Parkplatz komplett leer. Ich kann es kaum fassen , der Kilometerstein 0,0 gehört nur mit und ich genieße den Augenblick. 


Als wenig später der erste Bus angefahren kommt, finde ich das schon wieder amüsant. So schnell ändert sich das mit den Emotionen

Ich schlendre am Andenkengeschäft vorbei , kaufe mir eine Ansichtskarte. Verweile am Kreuz des Nordens während dort eine Pilgergruppe gemeinsam singt und spaziere wieder zurück in den Ort. 


Bei einem Kaffee checke ich meine Nachrichten und freu mich total. Laurie, die Reisebloggerin aus San Francisco hat mein Foto in den Posts von Miguel gesehen und direkt Kontakt mit mir aufgenommen. Sie fragt nach meinem Blog und gemeinsam überlegen wir , wie wir sinnvoll den deutschen Blog mit ihrer englischsprachigen Website verlinken. Eine Idee könnte sein, meinen post über unsere Bekanntschaft nach Caldas de Reis ins englische zu übersetzen – eine Herausforderung, aber lösbar. 

Am späten nachmittag ist in Finisterre immer Fischauktion. In der großen Halle gibt es eine Galerie , auf der sich Interessierte den Handel anschauen können. Das ist total spannend und der ausliegende Fisch zeigt, dass es wohl in den Restaurants im Ort allerfrischeste Ware gibt. 


So ein Bummeltag ist herrlich. Ich kaufe mir im Geschäft an der Ecke Wein , Brot und Chorizo und gehe in mein Hotel. 

Der Bus morgen fährt zeitig, so ist es ein kluger Plan , schon mal ein bisschen zu packen. Ich sortiere meine „Erinnerungstüte“ und freu mich , dass ich den Stadtplan von Porto noch behalten habe. Morgen werde ich ihn brauchen. 


Mit Wein und dick belegtem Brot kuschle ich mich in mein Bett, genieße die Aussicht, schreibe Nachrichten, schau  mir die Websites von Laurie und Elena an und genieße den wunderbar unaufgeregten Abend. 


Es sind die kleinen Dinge , die uns glücklich machen. 

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